Googlemail IMAP
Wie meine Twitter-Follower sicher schon mitbekommen haben, bin ich inzwischen auch zu einem iPhone gelangt (mehr dazu in der nächsten Podcastfolge). Um die praktischen E-Mail-Funktionen des iPhones zu nutzen ist auf jeden Fall der Zugang zum Postfach per IMAP ratsam.
Bisher habe ich am Mac per POP auf meine E-Mails zugegriffen und dabei eine Kopie der Mail auf Googles Server gelassen. So bekam ich immer alle ungelesenen Mails auf den Mac. Diese weitergeleiteten Mails wurden von Google danach gleich archiviert, so das ich im Browser dann eine Suchfunktion über alle meine Mails hatte.
Mit dem iPhone kommt jetzt allerdings ein weiteres Endgerät hinzu, das E-Mails abrufen will. Wenn ich also auch die Mails auf dem iPhone per POP abrufen würde, würden sie bei Google als gelesen markiert und nicht mehr auf dem Mac heruntergeladen. Ausserdem lägen so alle Mails auf dem iPhone, das ist ebenfalls suboptimal.
Also muss wohl IMAP her. Mit IMAP wird ja bekanntlich direkt auf das Postfach auf dem Mailserver zugegriffen. Das heisst, wenn ich eine Mail in einen Ordner bewege, wird sie auch auf dem Server (und damit auch im Webmail Interface) verschoben. Bei Googlemail (GMail) sind die Mail aber nicht in Ordnern sondern mit Labels organisiert. Das bedeutet, dass eine Mail einfach in mehreren “Ordnern” sein kann. Außerdem ist jede E-Mail noch ein Mal im Ordner “All Mail”enthalten. Dies sind eigentlich praktische Features, per IMAP scheinen sie allerdings die Mailprogramme etwas zu verwirren. Auf der Internetseite kann man so z.B. eine Mail aus dem Posteingang über “Archivieren” in den Ordner “All Mail” verschieben. Dies hat überhaupt keinen Einfluss auf die Labels/Ordnern in denen eine Mail ist. Im E-Mail-Client auf dem Desktop werden die Label dann als einzelne Ordner angezeigt, “All Mail” ist ein weiterer Ordner. Hier stoßen die beiden Konzepte zusammen: Normalerweise sollte (laut Darstellung des jeweiligen Mailprogrammes) jede E-Mail nur in einem Ordner sein. So werden die auf dem Google-Server abgelegten Mails doppelt angezeigt. Das wäre erst ein Mal nicht schlimm, leider ist es nun auch so, dass die E-Mails dann auch mehrmals als ungelesen angezeigt werden. Erst wenn man das jeweilige Label in (z.B.) Apple Mail öffnet, wird die Ansicht aktualisiert und die Mail wird als gelesen angezeigt. Bei der Fülle an elektronischer Post, die man heute bekommt, kann das schnell etwas unübersichtlich werden. Weitere Fragen kommen dann beim Verschieben von Mails auf dem Desktop oder iPhone auf: Wenn eine Mail im Posteingang bereits mit Labels versehen ist und ich sie archivieren will, muss ich sie nach “All Mail” verschieben, oder in den jeweiligen Ordner des Labels? Nach meiner Erfahrung geht beides, aber trotzdem bringt diese Regelung so keine Übersichtlichkeit…
Fazit:
IMAP ist nötig um mit mehreren Empfangsgeräten auf ein Googlemail-Konto zuzugreifen. Leider lässt sich das, eigentlich gute, Ordnungskonzept von Googlemail nicht so einfach per IMAP bedienen. Und die Weboberfläche bietet (zumindest in der mobilen Variante) nicht den Bedienkomfort eines echten E-Mail-Clients.

googlemail und imap ist nicht der bringer, und dann noch das iphone. irgendwie geht google, oder apple, einen eigenen weg. man kann googlemail aber etwas austricksen. such mal bei http://www.macosxhints.com/ nach googlemail, imap. da gibt es ne menge interessanter sachen zu
Hi Christoph,
da du einen Vserver hast könntest du einen eigenen Mailserver betreiben.
Z.B mit Dovecot und Postfix (Imap und Imap idle). Mit Fetchmail sammelst du deine Mails ein. Zusätzlich kannst noch Webmailer einsetzen, z.B. Squirrelmail oder Roundcube, am besten alles per https und selbst unterzeichnetem Zertifikat.
Ist einwenig Aufwand, aber wenn es mal sicher läuft ist es einfach nur Top.
Mein Nokia E61 kann Imap idle, somit habe ich mein eigenes Push Mail System (nur Signalisierung).
Nur mal so als Ideensammlung…
Clemens
Hallo Clemens.
Ja das wäre auch eine interessante Lösung. Bisher war das alles leider nur nicht sicher möglich weil mein vServer (oder dessen Betreiber?) immer wieder Probleme gemacht hat. Wenn der Server dann also mal für ein paar Stündchen down ist/war hätte der Absender eine Unzustellbarkeitsmeldung (tolles Wort…) bekommen, was natürlich nicht so toll wäre.
Da ja jetzt ein Serverwechsel ansteht (höre Folge 19), werde ich diese Möglichkeit aber nochmal genauer unter die Lupe nehmen (sobald mein neuer Server flüssig läuft).
Viele Grüße,
Chrisoph